Berichte über Veranstaltungen

Kirchgemeindeversammlung Juni 2018

Traditionsgemäss konnte am ersten Sonntag im Juni die Frühlingsversammlung unserer Kirchgemeinde durchgeführt werden. Ebenfalls traditionsgemäss versammelte sich ein kleines, aber treues Grüppchen von Kirchengliedern dazu im Pfarrhaussaal. Ihnen sei für ihre sehr geschätzte Unterstützung an dieser Stelle herzlich gedankt.

 

Die Kirchengutsverwalterin und der Präsident konnten eine praktisch ausgeglichene Rechnung 2017 präsentieren, welche mit der berühmten „schwarzen Null“ abgeschlossen werden konnte. Es resultierte ein kleiner Gewinn von gut Fr. 930. Wie so oft konnten wir im zurückliegenden Jahr geplante Massnahmen (energetische Sanierung des Pfarrhauses, erste Etappe) und mussten wir ungeplante Massnahmen (gröbere Sturmschäden als Folge des heftigen Gewitters mit Blitzschlag im September 2017 und eines nicht zu unterschätzenden Winters) umsetzen. Zugleich konnten wir aber auch Rückstellungen für weitere Massnahmen im Zusammenhang mit den Gewitterschäden, so z.B. Instand stellen der Lautsprecher- und Mikrophonanlage in der Kirche, vorsehen. Die Revisoren haben die Rechnung geprüft und mit Verdankung an die Kirchengutsverwalterin und den Kirchenrat gutgeheissen, worauf die Versammlung die Rechnung 2017 abnahm und Entlastung erteilte.

 

Per 30. Juni 2018 endet die gegenwärtige Amtsperiode der heutigen Amtsinhaber. Die Kirchgemeindeversammlung war daher aufgerufen, Wahlen für die Amtsperiode 2018 bis 2022 vorzunehmen. Der Kirchenrat mit seinen Mitgliedern Andrea Cremonese, Elisabeth Weber, Saarah Häuptli, Rolf Reinhard, Michael Weber und Frank Gross wurde in globo wiedergewählt. Ebenfalls wurden Saarah Häuptli als Kirchengutsverwalterin und Frank Gross als Präsident in ihrem Amt bestätigt. Pfarrer Edi Aerni wurde ehrenvoll für eine weitere Amtszeit gewählt. Sein Pensum von 80% besteht aus einem obligatorischen Teil gemäss der kantonalen Vorgaben und einem Anteil, der vom Kirchenrat als essentiell für die Arbeit in der Kirchgemeinde erachtet und daher zusätzlich zum offiziellen Pensum vergeben wird. Schliesslich bestätigten die Kirchenglieder auch die Synodalen, die Revisoren und die Mitglieder des Wahlbüros.

 

Mit einem herzlichen Dank an die anwesenden Kirchenglieder, aber auch an alle Mitglieder, welche der Kirchgemeinde schweigend ihre Unterstützung zukommen lassen, durfte der alte und neue Präsident die Kirchgemeindeversammlung beschliessen und zum gemütlichen Gespräch beim Apéro, gekonnt und melodisch umrahmt vom Männerchor Glarus, überleiten.

 

Frank Gross

Präsident Evang.-Ref. Kirchgemeinde Netstal

 

 

Linden auf dem Chilcheplatz

Der Chilcheplatz vor der Reformierten Kirche Netstal wird von zwei Lindenbäumen umsäumt, welche in den 80er-Jahren gepflanzt wurden. Während den vielen Jahren, in denen die Bäume auf dem Chilcheplatz bereits Schatten spenden, wuchsen sie bis auf rund 20 Meter in die Höhe, und es wurde notwendig, diese zurückzuschneiden.

 

Im Dezember machten sich Hans Becker und Hansruedi Trümpi unter Mithilfe einer Hebebühne ans Werk. Die Äste mussten einzeln abgeschnitten werden, wobei das Auge auf Baumhöhe keinen idealen Blickwinkel für die Begutachtung der Gesamtform aufweist. Um sicher zu stellen, dass die Bäume auch nach dem Zurückschneiden noch eine gute Figur aufweisen, erteilte ein Forstwart von unten Anweisungen, welche Äste abgeschnitten oder gekürzt werden müssen. Insgesamt gestaltete sich das Zurückschneiden als ein recht mühsames und zeitaufwendiges Unterfangen. Die Bäume wurden auf ca. 15 Meter zurückgeschnitten. Sie weisen nun wieder eine schöne Form auf und wirken nicht mehr ganz so riesig.

 

Wie kam es dazu, dass Linden bei der Kirche gepflanzt wurden? Im Oktober 1913 pflanzten Konfirmanden unter Leitung von Pfarrer Paul Thürer auf der Wiese südlich der Kirche eine Linde ein. Dies geschah aus Anlass des 100-Jahr-Jubiläums der Reformierten Kirche Netstal. Am Reformationssonntag, 04. November 1945, wurde auf derselben Wiese eine zweite Linde, die sogenannte «Friedenslinde» gepflanzt. Die Schneemengen in früheren Jahren waren erheblich grösser als heutzutage, und somit stürzten auch gewaltigere Staublawinen am Wiggis zu Tal. Die Friedenslinde fiel einer solchen Staublawine im März 1973 zum Opfer, so dass heute nur noch eine Linde auf der Wiese steht. Die beiden Linden auf dem Chilcheplatz wurden 1987/88 während der Neugestaltung des Chilcheplatzes gepflanzt. Noch heute erfreuen die drei Linden so manches Frauenherz, wenn ihre Blüten im Sommer für Tee gepflückt werden, und im Herbst dient das Laub oftmals als Streu für die Rinder. So weisen die Linden nicht nur als Schattenspender sondern auch auf manch andere Weise gute Dienste.

 

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