Bilder und Berichte


konfirmations-gottesdienst 2021

Sich selbst überwinden

 

Vier Netstaler Konfirmandinnen und fünf Konfirmanden feierten am zweiten Septembersonntag zusammen mit Pfarrer Edi Aerni den Eintritt in einen neuen Lebensabschnitt.

 

Es braucht schon ein bisschen Überwindung, in der Kirche vor Verwandten, Freunden und wildfremden Leuten zu sprechen. Aber wer als Konfirmations-Thema «Überwinden» wählt, ist sich das längst bewusst. Sven Häuptli, Joris Jenny, Neel Kummer, Lara Reinhard, Lily Schlotterbeck, Justyn Steiner, Tim Trümmel, Ronja Weber und Lia Zweifel hatten ja coronabedingt fast ein halbes Jahr mehr Zeit, sich mit ihrem selbst gewählten «Leitgedanken» auseinanderzusetzen. Mit Lichtbildern unter der Empore zeigten sie z.B. wie sich fünf von ihnen mit einem Bergführer von einer Felswand abseilten und ihre Angst überwanden. Auch gedanklich versuchten die Konfirmanden und Konfirmandinnen dem «Überwinden» auf die Spur zu kommen: «Er überwand sich, ihr zu helfen, obwohl sie ihm sehr unsympathisch war» - «Glück ist eine Überwindungsprämie» - «Die Sau herauszulassen, ist immer leichter als den inneren Schweinehund zu überwinden» - «Überwinden ist wie bewältigen, sich durchkämpfen, bezwingen, meistern, durchstehen, überstehen, ertragen, besiegen.»

 

Das Böse mit Gutem überwinden 

 

In seinem Predigttext zitierte Pfarrer Aerni aus dem Römerbrief «Kann uns noch irgendetwas von Christus und seiner Liebe trennen? Etwa Leiden, Angst und Verfolgung, Hunger oder Kälte, Gefahren für Leib und Leben oder gar die Hinrichtung? Aber in diesem allen sind wir mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat. In all dem Überwinden wir durch Christus.»

Und in einem der von den Schülern gewünschten Konfirmationssprüche steht: «Lasse dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.» 

 

Beim Konfirmationsakt empfingen die sieben neuen Gemeindeglieder nebst dem «Konf-Spruch» und einem Bild noch eine Bibel, überreicht von Kirchgemeindepräsident Frank Gross. Pfarrer Aerni betonte, dass er in der heutigen Zeit von den Konfirmanden bewusst nicht mehr das Ja zum biblischen Bekenntnis abnimmt. Es soll vielmehr eine Segensfeier für einen Lebensübergang sein, bei dem die eigentliche Mündigkeit beginnt.

 

Der Gottesdienst wurde umrahmt durch das Orgelspiel von Hanspeter Bolliger.

 

Das abschliessende Platzkonzert der Harmoniemusik Netstal und ein Apéro rundeten die würdige Feier ab.

 

Bericht: Käthi Müller, Medienbeauftragte


badi-gottesdienst 2021

Innehalten beim Badi-Gottesdienst

 

In der Badi Netstal wird nicht nur geschwommen und «gesünnelet», einmal im Jahr findet dort auch ein Gottesdienst der evang.-ref. Kirche Netstal statt. Der Sonntag, 20. Juni, war wie geschaffen dafür.

 

«Sehet die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie doch.» Mit diesem Bibel-Zitat hob Pfarrer Edi Aerni in seiner Predigt die wichtige Balance zwischen Arbeit und Genuss/Vergnügen hervor. Der Zufall wollte es, dass vor einigen Tagen eine Wasserleitung bei der Badi Netstal durch einen Bagger beschädigt wurde, was eine sofortige Schliessung des Badebetriebes erforderte. Statt Badi-Genuss herrschte plötzlich Arbeit und Verdruss. Die oben erwähnte Vergnügen/Arbeit-Balance geriet ins Wanken.

In der heutigen Zeit – besonders auch während «Corona» - stellen wir uns oft die Frage nach dem Sinn des Lebens. Für jeden Menschen wird die Antwort anders ausfallen. Das Leben ist mehr, als nur zu arbeiten, Geld zu verdienen und sich abzusichern. Pfarrer Aerni verdeutlichte dies mit der Legende von einem Schuhmacher, der sofort ein Paar defekte Schuhe flicken sollte. Weil der Handwerker im Moment noch genug Geld hatte, sagte er dem Kunden, er solle in ein paar Wochen wieder kommen, erst dann sei es ihm möglich, die Schuhe zu reparieren.

 

Auch der Badi-Gottesdienst basierte auf Arbeit (gedanklich) und Genuss/Vergnügen (kulinarisch). Nach der Predigt, die von Dominik Berchten auf dem E-Piano umrahmt wurde, offerierte die Kirchgemeinde einen Brunch. Die griechischen Spezialitäten des Thessaloniki-Badi-Kiosks fanden grossen Anklang.

 

Bericht und Bilder: Käthi Müller, Medienbeauftragte


kirchgemeindeversammlung juni 2021


Auch mit Maske war es fast wie immer: Jedes Jahr besuchen in etwa die gleichen 20 treuen Netstaler Kirchgänger/-innen (inkl. Kirchenrat) zuerst den Gottesdienst mit Pfarrer Edi Aerni, dann pilgern sie Richtung «Schlöffeli» in den Pfarrhaussaal und lassen sich von Präsident Frank Gross über die vergangenen und kommenden Ereignisse informieren. 

2020 war von Corona-Massnahmen geprägt. Trotzdem konnten der Suppenzmittag, der Badigottesdienst, das Kinderlager, der Berggottesdienst im Richisau, der Bettagsgottesdienst, die auf den Oktober verschobene Konfirmation samt Erntedankgottesdienst, die offene Kirche im Advent und die Adventslichterfeier durchgeführt werden. Die Kilbi und die Kinderweihnachtsfeier fielen pandemiebedingt aus.

Voller Zuversicht hat der Kirchenrat das Jahresprogramm für 2021 ausgearbeitet. So findet u.a. am 20. Juni der Badigottesdienst statt. Das Kinderlager (1. bis 6. Klasse) wird unter der Leitung von Saarah Häuptli und ihrem Team vom 5. bis 9. Juli in Segnas (GR) durchgeführt. Die Konfirmation wurde auf den 12. September verschoben.

 

Claudia Pesenti neu im Kirchenrat

Nach langer Suche ist es dem Kirchenrat gelungen, mit Claudia Pesenti ein neues Mitglied als Ersatz für Andrea Cremonese zu finden. Die neue Kirchenrätin ist 39-jährig, gelernte Erzieherin, verheiratet, und hat sich bereits gut eingearbeitet. Sie

übernimmt das Ressort «Unterricht».

 

Jahres- und Fondsrechnung 2020

 

Die Jahresrechnung 2020 schliesst mit einem erfreulichen Vorschlag ab, ebenso die Fondsrechnung. «Die Anleihen gedeihen prächtig», stellte der Präsident zufrieden fest und lud die Versammlung nach etwas mehr als einer halben Stunde zum abschliessenden Apero ein.

 

Bericht und Bilder: Käthi Müller, Medienbeauftragte Ref. Kirchgemeinde Netstal

 

 

 

 

 

Die neu gewählte Kirchenrätin Claudia Pesenti flankiert vom Kirchenratspräsidenten Frank Gross

 

 

 

 

 

 

Blumenübergabe durch Kirchenrätin Saarah Häuptli an Claudia Pesenti