Bilder und Berichte


badi-Gottesdienst 2022


Badi, Meer und Flüchtlinge

 

Am dritten Sonntag im Juni, dem Flüchtlingssonntag, feierte der reformierte Netstaler Pfarrer Edi Aerni zusammen mit seiner treuen Schar den Gottesdienst traditionsgemäss nicht in der Kirche, sondern im Schwimmbad Netstal.

 

Schöner und heisser hätte das Wetter nicht sein können. Und während bei den Schwimmbecken bereits reger Betrieb herrschte, ging es auf der überdachten Terrasse beim Badi-Restaurant besinnlicher zu und her. Dominik Berchten eröffnete den Gottesdienst mit ruhigen Klängen auf dem E-Piano und Pfarrer Aerni gelang es mit dem Predigt-Thema «Meer» eine Verbindung zur Badi und zum Flüchtlingstag herzustellen. Während wir uns in der Schweiz «sicher» fühlen können, sind auf der ganzen Welt bedrohte Menschen auf der Flucht und müssen unsägliche Strapazen auf sich nehmen. Das ist seit Menschengedenken so. Dabei spielt das Meer oftmals eine bedrohliche Rolle.

Wer kennt nicht die Geschichte von «Jona im Wal»? In jüngerer Zeit sorgten die vielen Bootsflüchtlinge für Schlagzeilen. Pfarrer Aerni behandelte in seiner Predigt die Neuausgabe des Buches «Im Meer schwimmen Krokodile». Darin schildert der junge Afghane Enaiat, wie er als zehnjähriger Junge ausgesetzt wurde und nach jahrelanger Odyssee in Italien landete. Auf seiner Flucht musste er hart arbeiten und er lernte das Leben von seiner schlimmsten Seite kennen. Trotzdem blieb er voller Zuversicht und befolgte die drei Versprechen, die er seine Mutter gegeben hatte: nicht stehlen, keine Drogen und keine Waffen. Auf der Flucht in einem Gummiboot von der Türkei nach Griechenland hatte er Angst – er konnte nicht schwimmen und fürchtete sich vor Krokodilen. Da sagte ihm jemand, dass Krokodile in Flüssen leben…

Doch zurück zur Badi. Nach dem Gottesdienst offerierte die Evang.-Ref. Kirchgemeinde einen «Brunch» vom Schwimmbad-Kiosk-Restaurant «Thessaloniki».

 

Bericht und Bild: Käthi Müller 

Spiegelnde Gottesdienst-Atmosphäre mit Pfarrer Edi Aerni und Dominik Berchten im Schwimmbad Netstal


frühjahrs-kirchgemeindeversammlung 2022


Auf der Suche nach einem Ratsmitglied

 

Am Sonntag nach Pfingsten trafen sich etwa 30 Mitglieder der Evangelisch-Reformierten Kirche Netstal im Pfarrhaussaal zur Gemeindeversammlung. Nebst der Genehmigung der Jahresrechnung standen die Wahlen im Vordergrund.

 

«Wir sind mitten im Frühling und der Sommer winkt schon. Ich hoffe, Sie geniessen diese Zeit des Erwachens und der Erneuerung. Ich habe einen Vorsatz gefasst, das «C-Wort» nicht zu gebrauchen», schrieb Präsident Frank Gross in seinem Jahresbericht. So konnten 2021 alle traditionellen ökumenischen Anlässe mit ein paar «C»-bedingten Anpassungen durchgeführt werden, ebenso das beliebte Kinderlager in den Sommerschulferien. Gut besucht waren der regionale Berggottesdienst im Richisau und der Erntedankgottesdienst im Oktober. Der Dezember war mit dem Adventsfenster, der Kinderweihnachts-feier, der offenen Kirche, der Adventslichterfeier und der Festtags-Gottesdienste reich befrachtet.

Im Berichtsjahr 2021 wurden vier Kinder in Netstal getauft, niemand heiratete kirchlich und neun Jugendliche liessen sich konfirmieren. Beerdigt wurden 13 Personen.

Die von Kirchengutsverwalterin Saarah Häuptli geführte Jahresrechnung schloss wie im vergangenen Jahr mit einem Gewinn ab.

In den nächsten Jahren wird die energetische Sanierung des Pfarrhauses in die Wege geleitet.

 

Wahlen und Dank

Elisabeth Weber verlässt den Kirchenrat. Trotz intensiver Suche wurde noch kein Ersatz gefunden. Interessierte können sich beim Präsidenten, einem Ratsmitglied oder beim Pfarramt (ref.netstal@bluewin.ch) melden. Alle übrigen Ratsmitglieder sowie Pfarrer Edi Aerni, der 2024 das Pensionsalter erreicht, wurden wiedergewählt.

 

Oto Wyss überbrachte den Dank des Kantonalen Kirchenrates und zeigte sich erfreut über die gut geführte Kirchgemeindeversammlung, die etwa eine halbe Stunde dauerte und mit einem Apéro abschloss.

 

Bericht und Bild: Käthi Müller

Legende (von links): Michael Weber, Kirchenrat, Rolf Reinhard, Vizepräsident, Saarah Häuptli, Kirchengutsverwaltung, Frank Gross, Präsident, Karin Waltenspül, Sekretariat, Claudia Pesenti, Kirchenrat


jugendprojekt «der grüne daumen»


 

 

 

 

Am 23. März 2022 führte Pfarrerin Dagmar Doll das Jugendprojekt «Der grüne Daumen»  durch.

 

Die mitwirkenden Jugendlichen im Alter von 12 - 14 Jahren begrüssten den Frühling und gestalteten unter Anleitung von Dagmar Doll einen biblischen Garten, welcher nun vor der Stadtkirche bewundert werden kann.

 

Wir wünschen den Pflanzen im biblischen Garten gutes Gedeihen und den Jugendlichen weiterhin viel Spass bei ihren Jugendprojekten!

 

Herzlichen Dank an Pfarrerin Dagmar Doll und ihrem Team für das Organisieren und Durchführen des Jugendprojektes.

 


Jahreszeitfeier März 2022


Am 19. März fand in unserer Kirche die Jahreszeitfeier zum Frühlingsanfang mit Pfarrer Edi Aerni und Pfarrerin Dagmar Doll statt.

 

Unter dem Motto «Sprossen der Hoffnung» gestalteten die Pfarrpersonen unter Mitwirkung von Pfarrerin Iris Lustenberger, welche krankheitsbedingt leider nicht am Gottesdienst mitwirken konnte, die Feier.

Die Besucherinnen und Besucher durften Samen in Tontöpfe pflanzen, welche von Pfarrerin Dagmar Doll während dem Gottesdienst mit Erde gefüllt wurden. Erdige Hände waren nicht zu vermeiden, was auch gerne toleriert wurde.

 

Dominik Berchten gestaltete den Gottesdienst am Klavier mit stimmungsvoller Musik, und die kleine Besucherschar genoss den Frühlingsanfang in der Kirche.

 

Nach dem Gottesdienst traf man sich im Pfarrhaussaal zum gemütlichen Beisammensein bei Brötchen, Gemüse- und Käsesticks, Güetzi und Getränken und liess so die Jahreszeitfeier ausklingen.

 

 

 

 

 

 

Pfarrerin Dagmar Doll und Pfarrer Edi Aerni

an der Jahreszeitfeier


kinderweihnachtsfeier 2021


Jesus «Superman» oder «armer Kerl»?

 

Die Netstaler Religionsschüler aller Klassen gestalteten zusammen mit Pfarrer Edi Aerni und Katechetin Susanne Marti in der evang.-reformierten Kirche eine kleine, aber feine Kinderweihnachtsfeier.

 

Es dunkelte schon, als die ersten Besucher der Weihnachtsfeier ihr Zertifikat kontrollieren liessen und die Maske aufsetzten. Alles ist halt ein bisschen anders in der Corona-Zeit... Aber in der Kirche waren die trüben Gedanken wie weggeblasen. Kerzenlicht und der Christbaum sorgten für eine weihnächtliche Stimmung, die durch Dominik Berchtens Klaviermusik noch verstärkt wurde. Eine gewisse Nervosität herrschte lediglich bei den Religionsschülern und den kleinen Kindern, die mit ihren Eltern unter den Zuschauern weilten.

Nach der Begrüssung und dem Gebet leitete Pfarrer Edi Aerni über zur Weihnachtsgeschichte. Diese wurde durch die verschiedenen Religionsklassen gesanglich, mit Gesten und mit spontanen Zeichnungen auf der Flipchart (Tafel mit grossem Zeichnungspapier) bereichert. Kurz und eindrücklich wurden der Weg nach Bethlehem, die Herbergs-Suche, der Stall, die Geburt des Jesuskindes, der helle Stern, die Hirten und die drei Könige vorgestellt. Übrigens, wussten Sie, dass im Lukas-Evangelium Jesus als «armer Kerl» Besuch von Hirten bekommt, während im Matthäus Evangelium Jesus als «Superman» (Zitate Edi Aerni) erscheint, der von den Sterndeutern (die Heiligen Drei Könige) mit Gold, Weihrauch und Myrrhe beschenkt wurde.

 

Mit dem gemeinsamen Singen von «O du fröhliche» und dem Segen endete die Kinderweihnachtsfeier in der Kirche. Bei Glühwein und Punsch auf dem «Chilcheplatz» wurde die vorweihnächtliche Stimmung noch ein bisschen verlängert.

Impressionen der Kinderweihnachtsfeier 2021

Bericht und Bilder: Käthi Müller, Medienbeauftragte


erntedank-gottesdienst 2021

Säen und ernten mit Gottes Segen

 

Sonnig und warm wars am Sonntag, 24. Oktober. Genau richtig, um in der Evangelisch-Reformierten Kirche Erntedank zu feiern. Bereits am Vortag schmückten die Netstaler Landfrauen das Gotteshaus und präsentierten einen Teil ihrer Ernte. Pfarrer Edi Aerni setzte sich im sonntäglichen Gottesdienst mit dem Thema «Säen und ernten» auseinander. Es liegt an uns, das richtige Saatgut zu nehmen, den geeigneten Boden zu wählen und ihm die notwendige Pflege angedeihen zu lassen. Aber was nützt all das, wenn das Wetter nicht mitmacht? Oder wenn wir den Boden ausbeuten und nur noch auf Monokulturen setzen? Für uns ist es selbstverständlich, dass wir immer genügend Esswaren haben – anderswo auf der Welt herrscht Hunger, Dürre und Not. Der Erntedank soll uns daran erinnern, dass wir unser «tägliches Brot» und alle andern Lebensmittel nicht allein unserer Leistung zu verdanken haben, sondern Gott. «Wir sind da, nicht nur zum Säen und Ernten und Geniessen, sondern auch, um den Garten der Schöpfung zu schützen und zu bewahren.»

Wir säen nicht nur Pflanzen, sondern auch Probleme: Die Art wie wir umgehen mit Grossproduktionsbetrieben, ausländischen Billigarbeitern, Billig-Importen, Pestiziden, Klimawandel, und Artensterben. Zudem fühlen sich viele Schweizer Bauern von der Politik und der Gesellschaft im Stich gelassen. Klar ist: dem einheimischen Schaffen soll wieder mehr Beachtung geschenkt werden.

 

Der Gottesdienst wurde musikalisch umrahmt vom Organisten Hanspeter Bolliger und vom Jagdhornbläserduo Manfred Bertini und Hanspeter Elmer. Im Anschluss offerierte die Evangelisch-Reformierte Kirche einen Apéro auf dem «Chilcheplatz». 

 

Bericht: Käthi Müller, Medienbeauftragte